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Stormcatcher und Balvolt 02
 

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Noch immer leise knurrend, stützt der Elfenkrieger Mace und bringt ihn in das Lager zurück, nachdem sie diese Schlacht erfolgreich geschlagen hatten - spricht nur ein kurzes "Du mußt es säubern, Karen, ich habe ihm den Schmerz schon genommen." zu ihr, das sie nicken läßt. Mit hart zusammengepreßten Lippen legt sie ihren Mann auf die Pritsche und schickt ihre Söhne, frisches Wasser und Stoff zu holen ... macht sich dann daran, die Wunde schon mal abzutupfen und grob zu säubern, erst dann auszuwaschen, als die Jungs wiedergekommen sind. Wohlwissend, daß auch Balvolt es braucht, haben die beiden Menschenjungen auch Wasser und Stoff für den Elfenkrieger mitgenommen - halten sich eher an der Seite, während der Blitzformer nun seine Armschoner und den Schwertgurt ablegt, die Stiefel auszieht und sich dann auf seine eigene Pritsche legt, schwer dabei durchatmet. **Hilf mir, Kleiner .... die Schlacht dauerte lange, ich bin zu erschöpft, um mir selbst die Wunden zu säubern.**

Dain ist sofort da, nimmt den anderen Jungen, mit denen er wirklich gut befreundet ist, die Schüssel mit Wasser ab, kommt dann zu der Pritsche, seitlich draufhockt, damit beginnt, die Wunden und Schnitte zu säubern. **Ich hoffe, der Krieg wird nicht mehr allzu lange dauern.** Leise sendet, dann beginnt, die tiefen Schnitte zu nähen mit sehr feinen, kleinen Stichen, und doch macht er es recht gekonnt, schnell und sauber. Sein Blick zwischendurch zu Mace wandert, die tiefe Beinwunde wirklich nicht gut aussieht. Braucht es ein Weile, bis Dain alle Wunden versorgt hat, wäscht er nun vorsichtig das Blut von der Haut Balvolts, das Wasser in der Schale inzwischen Blutrot ist. Als er ganz fertig ist, streicht sich Stormcatcher über die Stirn, seufzt leise, als er die Wunden und Nähte betrachtet.

**Er ist bald vorbei, mein Junge - der Gegner hat nicht mehr viele Soldaten, schon Heute sind ihm ganze Züge geflohen oder haben sich ergeben. Ein paar Tage noch, dann bekommen wir unseren Sold - können wieder ein wenig weiterziehen, auch Mace kann sich und seiner Familie ein wenig Ruhe gönnen.** Leise, deutlich erschöpfte Gedanken des Blitzformers, der schon seit den frühen Morgenstunden kämpfte - während die Sonne untergeht, trudeln die Letzten der Soldaten ins Lager, nickt Balvolt nur zu der Menschenfrau, die sich jetzt aufmacht, um Essen zu holen, die Wunde ihres nun schlafenden Mannes gewohnt geübt versorgt hatte.

*Essen ist gleich da, dann kannst du schlafen.* Wispert Dain fast nur in die Gedanken seines Ziehvaters, steht von dem Rand der Pritsche auf, die Schüssel mit dem Wasser hinausbringt, dann wiederkommt, als auch Karen wiederkommt. Nimmt der junge Elf dann die Ration von Nue an und bringt es ihm an die Pritsche. "Eintopf mit Brot leider nur." murmelt.

"Das ist egal - der Eintopf ist genau das Richtige jetzt." Leise antwortend, richtet Balvolt sich langsam auf ... nimmt dem jungen Elfen die große Schüssel und das Brot ab und beginnt nun hungrig zu essen, immer wieder das Brot darin eintunkend - wischt schließlich noch die Reste aus der Schüssel und gibt sie schließlich wieder an Stormcatcher, streicht ihm sanft über die Haare und die Wange, ehe er sich wieder hinlegt. *Iß selbst und leg dich dann hin, mein Junge - du brauchst auch Erholung. Und mach dir keine Sorgen - ich werde nicht sterben, jedenfalls nicht Morgen und nicht so schnell, das verspreche ich dir.*

*Da bin ich froh, Nue...* Lächelt Dain sacht, sieht zu, wie Balvolt nun einschläft. Bringt er nun die Schüssel weg, setzt sich dann an den Tisch, schweigend seinen eigenen Eintopf löffelt, dann noch mit beim Abwaschen hilft, mit den anderen Jungen zu den Latrinen geht. Legt sich dann erst schlafen, zu den Jungs diesmal, er nicht will, daß er womöglich eine der Wunden wieder aufreißt.

Karen bleibt noch ein wenig auf und legt sich dann an den Rücken ihres Mannes, während die beiden Jungs nur nicken, als Stormcatcher zu ihnen kommt - ihn zwischen sich nehmen und dann auch gleich einschlafen, die leisen Schmerzenslaute oder das Geräusch der Waffen, des Schärfens oder die Geräusche der Menschen um sie herum nicht mehr beachtend.

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Früher als die Anderen schlägt Dain seine Augen auf, dann fast lautlos aufsteht. Wieselt er rasch nach Draußen zu den Latrinen, erleichtert sich, hatte er einen Eimer mitgenommen, holt noch etwas Wasser, das er zum Zelt bringt. Das Nächste, was er macht ist, daß er sich einen Lappen nimmt, das Schwert von Balvolt zu putzen beginnt, das Blut vom Kampf des vorherigen Tages noch daran klebte. Ist er auch ganz vertieft und konzentriert, er sich einmal an der Klinge geschnitten hatte, die Wunde von Nue genäht werden musste, er nun noch die frische Narbe am Handballen hat. *Morgen...* wispert er mit seinem Senden, als er merkt, daß Balvot aufwacht.

Langsam richtet Nue sich auf und nickt unmerklich ... stolz darauf, daß der Junge von selbst daran gedacht hatte, er selbst es am gestrigen Abend nicht mehr geschafft hatte. *Morgen, Lhad ... und Danke, daß du mein Schwert säuberst. Ich denke, Heute wird die Entscheidung fallen - dies die letzte Schlacht sein, dann können wir uns erholen.* Erst jetzt steht Balvolt auf und geht nun selbst zu den Latrinen, kommt einige Minuten später wieder ... seufzt leise, als er nach der Stirn Maces fühlt, dessen Fieber, und leise zu Karen wispert. "Er wird Hier bleiben - muß sich erholen. Ich werde für ihn mitkämpfen ...." Ohne ein weiteres Wort, nur noch ein leises **Warte hier auf mich, Lhad.** zu seinem Zögling sendend, nimmt er sein Schwert auf - geht dann nach Draußen, schließt sich dem erneut in den Kampf ziehenden Heer an, seine Kraft in diese Schlacht legend.

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Dain hatte genickt, würde er warten wie jeden Tag, seit sie im Lager waren. Karen blieb noch liegen ein wenig, Dain nun etwas Wasser in eine Schüssel kippt dann mit einem feuchten kühlen Lappen zu Mac kommt, ihn auf dessen Stirn legt zum Kühlen. "Ich holen Essen..." wispert er zu Karen, verschwindet aus dem Zelt, nach einiger Zeit mit einem Topf Brühe wiederkommt, das Brot in einem kleinen Beutel, den er mitgenommen hat, bei sich trägt. Die Jungs schubst er dann leicht an, tritt sie aus dem Bett, weil die einfache Gemüsebrühe sonst kalt wird, wenn sie nicht gleich aufstehen und essen. Nachdem sie gegessen oder eher die Brühe geschlürft haben, stürzt er sich fast in die Arbeit, scheint fast enttäuscht, als er fertig ist. Scheint es fast so, als würde er gerade Heute diese Ablenkung gebrauchen und Karen vertreibt die Jungs nun aus dem Zelt, sie spielen gehen konnten, den anderen Kindern die Murmeln abknöpfen. Und das tun sie auch, vor Allem, wo jetzt ein reicher, neuer Junge ins Lager gekommen ist, der es endlich wagt, mit den einfachen Kindern zu spielen, denkt, daß er so gut ist, daß er ihnen sozusagen die Murmeln aus den Taschen ziehen kann. Doch da hat er sich geschnitten, denn Dain zockt ihn gnadenlos ab, gewinnt sechs der gläsernen Murmeln für sie, es wahre Schätze waren, sie wie kleine Edelsteine bunt im Licht schimmern. Als das Kriegshorn erklingt, merken die sämtlichen Jungen auf, die sich in einer Gruppe geschart haben, zerstäuben sich dann, zu ihren Zelten zurücklaufen, das Horn anders geklungen hat, den Sieg verkündet. Heißt es von da an warten, welche Krieger wiederkommen, Dain sichtlich nervös ist, auf dem Bett sitzt und einfach stur auf den Zelteingang starrt. Jedoch weiß er, daß Balvolt noch lebt, er es sicher gespürt hätte.

Mit einem leisen Knurren hatte auch der große Elfenkrieger sich in die Schlange der überlebenden Söldner eingereiht und holt nun seinen Sold .... ebenso wie er den von Mace holt, jeglichen Widerspruch sofort mit einem Blecken der langen Fänge unterbindet und auch hinter dessen Namen seine Unterschrift setzt und das Gold entgegennimmt. Erst dann kehrt er zurück zu ihrem Zelt und legt dort das Schwert beiseite, seufzt leise, als er zu Mace kommt und ihm das Gold in die Hand drückt. "Hier - dein Sold. Wir haben gewonnen ...." Erst dann steht er auf und geht zu Dain, seufzt leise - setzt sich auf seine Pritsche und streicht ihm sanft über die Haare, einfach nur schweigend.

Dain bleibt einen Moment so sitzen. Blickt zu Balvolt auf, dann umfängt er ihn stürmisch mit den Armen. **Ich bin froh, daß es vorbei ist. Ich hatte immer so Angst um dich, vermisse das Wandern, die Bäume, die Natur... Auch wenn es hier schön ist mit den Freunden....** Drückt er so fest zu wie er kann, sein Gesicht, an der Brust seines Ziehvaters birgt.

**Schhhh... ich bin hier und ich sterbe dir nicht so schnell weg. Ich habe über vier Jahrtausende lang gekämpft, ich denke, das ist Erfahrung genug. Und die Bäume werden wir auch wiedersehen ... wir bringen Mace und seine Familie nur irgendwo sicher unter, dann ziehen wir weiter - und diesmal mit ein wenig Komfort, der Sold reicht für Zelt und Pferde und was wir so benötigen.** Leise, beruhigend sendend, streicht der große Elfenkrieger auch zärtlich durch die langen Haare Stormcatchers ... glättet sie mit den langen Krallen und seufzt leise, ehe er seine breiten Arme einfach um ihn schlingt und ihn bei sich hält. **Ich bin froh, daß du da und bei mir bist, Lhad .... Mace und Karen waren meine letzten Ziehkinder, ich habe ihr Lachen vermißt. Ich bin froh, auf meinen Wanderungen wenigstens eine Zeit nicht mehr alleine sein zu müssen.**

**Ich wird immer bei dir bleiben, ich lasse dich nicht allein.... Außer du willst es.** Genießt der Junge das Streichen, löst sich dann ein klein wenig, seine Augen ein stolzes Flackern zeigen, als er in seine Tasche greift. "Schau ich hab sechs Glasmurmeln gewonnen..." Zieht er sie hervor, sie wirklich mit einem stolzen Lächeln in der Hand hält. **Je Zwei bekommen die Jungs...sie haben mir je Zwei von den Anderen geschenkt, damit ich spielen kann... Aber nicht verraten.**

Leise schmunzelnd bei den Gedanken, nickt Balvolt nur ... wispert dann ein leises "Ich werde schweigen, Kleiner ..." in dessen Ohr - seufzt leise und nickt zu Karen, die sich jetzt wieder um ihren Mann kümmert, die beiden Jungs zum Wasserholen schickt, die ebenso sichtlich erleichtert darüber sind, daß der Krieg endlich vorbei ist. "Ich helfe dir noch, Karen - Mace ist noch nicht gesund genug, daß er selbst gehen könnte. Ich werde Pferde kaufen und auch einen Wagen für euch, damit ihr eure Sachen endlich alle unterbringen könnt und nicht dauernd tragen müßt." Dem leisen Widersprechen der Frau mit einem kurzen Kopfschütteln Einhalt gebietend, nickt der Elfenkrieger nur, als sie schließlich auch nickt - ihm kurz um den Hals fällt und dann wieder zu ihrem Mann zurückgeht, ihm die fiebrige Stirn kühlt, während Balvolt wieder zu seinem Schützling sieht. **Ich muß in die Stadt, einkaufen ... bleib du derweil hier und hilf ihnen, zusammenzupacken, ja ?**

**Ja werd ich machen ...Wenn du wieder da bist, ist Alles gepackt und verschnürt......Ach sooooo.... Du brauchst mir keine Murmeln mehr kaufen ich hab genug gewonnen, die Anderen haben mir je Zwei geschenkt, deswegen bekommen sie auch je Zwei wieder.** Lächelt Dain breit, fängt dann auch gleich an, die Decken zusammenzuräumen, er Balvolt noch kurz winkt, als dieser geht. Wird wirklich Alles gepackt und fertig sein, wenn er wiederkommt, Dain freut sich so, daß er wirklich schnell, aber ordentlich macht, auch mithilft bei den Sachen von Mace und Karen und den Jungs, denn die haben deutlich mehr zu packen und eine Hand weniger als sonst, da ja Mace verletzt ist.

Dankbar darüber nickend, ist Karen wirklich um die zwei zusätzlichen, helfenden Hände des jungen Elfen froh, da sie sich dann eher wieder ihrem Mann und dessem Bein widmen kann, auch die Jungs bedanken sich, froh darüber, daß Dain und Balvolt noch ein wenig länger bei ihnen bleiben wollten. Der Blitzformer indes geht ohne weitere Verzögerung in die Stadt und dort auf den Markt - besorgt schnell vier gute Pferde und einen der Planwagen, die Söldner gern benutzten, ebenso wie ein Zelt - handelte auch einen guten Preis aus, da die Händler sehr wohl von dem Elfenkrieger gehört hatten. Pferde und Wagen als Erstes zurückbringend, hilft Nue ihnen, die schwereren Sachen einzuladen, geht dann aber noch Einmal in die Stadt ... beginnt nun, noch diverse Kleinigkeiten zu erstehen, die er für sich und Dain braucht, kehrt erst nach einiger Zeit wieder vollbepackt zurück, wirft das Gepäck in den Karren und sieht wieder nach Mace, leise dabei seufzend. "Du holst dir jetzt von deinem Sold das Stückchen Land, das du schon immer wolltest, Mace - und dann erholst du dich dort gründlich, verstanden ? Gut. Dann brechen wir auf ... ich will so viel Strecke wie möglich ist, zurücklegen, ehe wir rasten müssen." Als seine menschlichen Ziehkinder nun nicken, huscht ein stolzes Lächeln über die Lippen Nues, nickt auch er unmerklich - nimmt den Verletzten auf seine Arme und legt ihn in den Wagen, überläßt ihn seiner Frau, während die Jungs auf den Kutschbock klettern und den Wagen langsam aus dem Lager lenken. **Komm, Lhad - jetzt wirst du deine lang vermißte Natur wiedersehen ...**

Dain schlingt seine Arme um die breite Hüfte Balvolts, umarmt ihn so kräftig er kann. **Endlich weg.** in dessen Gedanken wispert, bevor er sich wieder löst, ihn anlächelt, dann nach vorne zu den Jungs klettert, sich zeigen lässt, wie man eine Kutsche lenkt. Schaut er jedoch immer wieder aufgeregt hin und her in die Gegend, es einfach zu schön war, wieder unterwegs zu sein.

Balvolt indes hatte sich auf sein Pferd geschwungen und reitet nun neben dem Wagen her ... folgt der Straße in die Richtung der Berge, erst nach einigen Stunden mit dem Wagen abbiegend und schlägt einen wohlbekannten Weg in einen Wald ein, erst bei Einbruch der Nacht auf einer Lichtung mit einem kleinen Häuschen haltend. Dort angekommen, schließt Karen auf und öffnet mit den Jungs die Fenster und Türe weit, daß der alte Geruch heraus kann - klopfen Karl und Eberhard die alten Matratzen kurz aus, ehe sie sie wieder in das Haus bringen, der Elfenkrieger Mace auf die Arme nimmt und ebenso reinträgt, ihn auf das von Karen gemachte Bett legt und dann wieder hinauskommt, mithilft, ihre Sachen ins Haus zu bringen. "Wir werden noch ein wenig bleiben, Dain ... uns ausruhen. Wenn es Mace dann besser geht, werden auch wir gehen, weiterziehen."

Wald, endlich wieder Wald und weiter weg die Berge, frische Luft, nicht der Gestank des Lagers. Dain hat es die ganze Fahrt schon genossen, nickt nun leicht. "Das ist mir recht... Hier ist es deutlich schöner, als im Lager." Packt er sich noch beim Sprechen mit Sachen voll, schleppt die dann ins Haus, wieselt so ein paar Mal hin und her, die Jungs die Sachen einräumen, sich auch schon auf die Zeit freuen, die sie noch mit Dain haben, schon ein wenig trauern weil sie nicht so lang sein wird, doch was sie draus machen, wird sicher Keiner von ihnen vergessen.

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