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”Der Eisriese Irtahir” 03
 

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Kapitel 3

Die Krieger am Feuer erschauerten alle, als Lairan stockte und tief Atem holte, um wieder ruhiger zu werden. Die Worte des Kelten waren viel zu aufwühlend und voller Emotionen, als daß dies eine Lüge sein konnte ... man sah es auch in seinen dunklen, blauen Augen, als er in das Feuer starrte, doch etwas völlig anderes darin zu sehen schien als das brennende Holz. Wie von selbst begann der Schwarzhaarige weiter zu erzählen, als hätte er niemals aufgehört – seine Stimme schien tiefer zu werden und auch ein wenig leiser, doch die Krieger am Feuer konnten ihn mehr als nur gut verstehen, da seine eindringlichen Worte sich direkt in ihre Seelen brannten.

"Ihr Götter, ich dachte, ich müßte vergehen ... ich verbrannte, durch meine Adern schien weiße Lust zu wabern und alles, das ich hörte, war das dunkle Knurren des Eisriesen, das sich tief in mein Innerstes grub und von dort widerhallte. Doch mein Innerstes war schon angefüllt mit seiner Härte und blieb es auch für einige Herzschläge – ehe er sich wieder zurückzog und ich darum flehte, daß er in mich zurückkam, ich bettelte regelrecht, als er sich soweit zurückzog, daß nurmehr die Spitze seiner Härte in mir blieb.

Es war wie ein schrecklicher Verlust – ich kann es nicht beschreiben, doch ich weiß, daß ich vor Erregung fast barst, als er ein weiteres Mal in mich stieß und dies wiederholte. Ich konnte mich nicht rühren, da er mich noch immer festhielt ... ich fühlte ihn, spürte seine harten Muskeln an den Meinen und den heißen Atem, der immer wieder über meinen Nacken wehte, seine ebenso heiße Zunge und die scharfen Zähne, welche die leichten Bisse immer wieder öffneten. Er kostete meine Willigkeit sichtlich aus ... befriedigte sich an mir und hielt mich hin, so wie ich mich ihm ebenso willig fügte und hinhalten ließ.

Ich war willig – ihr Götter, wie sehr wollte ich ihm in diesem Moment zu Willen sein. Es war wie ein Rausch ... ich konnte nicht mehr denken, all meine Sinne waren mit ihm ausgefüllt und mit dem, das er in mir weckte. Verlangen und Begierde ... Sehnsucht, doch ohne auch nur die geringste Ahnung, nach was ich mich eigentlich sehnte. Ich wußte nur, daß er es mir geben konnte – zu einem anderen Gedanken war ich nicht fähig, als er mich immer wieder pfählte, beherrschte und mit mir spielte.

Wie lange es dauerte, kann ich nicht sagen ... es können Minuten oder auch Stunden gewesen sein, in denen ich unter ihm gefangen lag und fühlte, wie er sich an mir verging. Doch je mehr meine eigene Lust anstieg, desto mehr stieg auch die seine – er schnupperte immer wieder an meinem Nacken und kostete mein Blut, knurrte weich und hob schließlich meine Hüften an, um mit seiner Rechten nun meine eigene, zum Bersten harte Männlichkeit zu umfassen. In diesem Moment war es um mich geschehen – ich bäumte mich in seinen Biß auf und schrie, verströmte mich und mein Körper spannte sich an wie eine Bogensehne, die dann zerriß. Ich dachte, ich müßte sterben ... alles in mir wurde in weißer Lust begraben und verbrannte, ehe ich zusammenbrach und fühlte, wie er noch ein letztes Mal hart in mich stieß und schließlich sein eigenes Kommen herausbrüllte.

Und ich erschauerte erneut – ich konnte es fühlen, wie er sich in mich verströmte, die Hitze seines Samens und wie er damit mein Innerstes ausfüllte. Ein Gefühl, das so unbeschreiblich war wie die Lust, die er in mir geweckt hatte ... und so intensiv, daß ich nurmehr flüchtig mitbekam, wie er sich aus mir löste und damit begann, meinen Samen von seiner Hand zu lecken. Sein Grollen war so weich, daß es sich anhörte wie die Katzen der südlichen Länder, nur tiefer ... ein Geräusch, das zeigte, wie zufrieden er war und das mich unerklärlicherweise lächeln ließ, ehe die Erschöpfung sich meiner bemächtigte und ich einschlief."

Die anderen Krieger am Feuer sahen mit großen Augen zu dem Kelten, der nun auffallend ruhig geworden war – sie ahnten, daß es ihn viel Kraft kostete, dies zu erzählen und rechneten es ihm hoch an, daß er es getan hatte. Der Fremde indes nickte nur leicht ... dann nahm er aus seinem Schulterbeutel einen Weinschlauch, reichte ihm den Kelten und lächelte, als er leise zu ihm sprach.

"Hier, trink, junger Krieger ... das Erzählen muß deine Kehle getrocknet haben, der Wein wird dir guttun."

Der Kelte richtete seine Augen zuerst ein wenig mißtrauisch auf den Schlauch, doch als er wieder zu dem Fremden aufblickte, sah er nur ein ehrliches, freundliches Lächeln auf dessen fast schon hübschen Zügen und in den goldenen Augen, die älter als der Körper zu sein schienen, in dem sie lagen. Mit einem Nicken nahm er das Angebot an und trank durstig einige Züge des überraschend süßen Weines – es mußte eine Kostbarkeit aus dem Süden sein und er hielt nach ein paar weiteren Zügen inne, um dem Fremden den noch halbvollen Schlauch wiederzugeben.

Mit einem dankbaren Nicken nahm ihn dieser wieder an und legte ihn zur Seite, ehe er wieder zu Lairan blickte und ihn leise fragte.

"Wie lange hat er dich schlafen lassen ? Und was geschah dann ?" Fragen, die auch dem jungen Luhil und den älteren Kriegern am Feuer auf der Zunge brannten, doch sie waren froh, daß der Fremde sie gestellt hatte.

Der Kelte hingegen schloß bei den sanften Fragen für einen Moment die Augen und verhielt – biß ebenso kurz die Zähne zusammen, ehe er sich sichtlich mühsam wieder entspannte und ein weiteres Mal in seine Erinnerungen blickte, die sich für ihn in den Flammen des Lagerfeuers ausbreiteten und in dem tiefen Blau seiner Augen wiederspiegelten.

 

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